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VirtualDUB frameserver
Diese Anleitung beschreibt die Funktionsweise und die Installation
des VirtualDUB Frameservers.
Dieser ist sehr einfach in der Bedienung und kann
in manchen Fällen recht hilfreich sein. Der
Frameserver bereitet eine Videodatei für die Encodierung
(Umrechnung) in ein anderes Format vor ohne dabei eine weitere
AVI-Datei anzulegen. Der Frameserver wird dabei von den Anwendungen
(z. B. einem MPG-Encoder) wie eine unkomprimierte AVI behandelt.
- Die Funktionsweise des Frameserving
- Benötigte Programme und Installation
- Starten des Frameserving
- Beenden des Frameserving
- Frameserving für den TMPEG-Encoder
- Benutzen des Frameservers: Eine Handvoll (S)VCD-Vorbereitungen
- Hilfen für die meisten Situationen
1. Die Funktionsweise des Frameserving
Frameserving bedeutet, das ein Programm, der "Server", eine Quell-Video-Datei Bild für Bild (Frame) -inkl. aller Angaben zu Format und Auflösung- in einer neuen Datei ablegt und diese Daten (Streams) einer anderen Anwendung (Client)zur Weiterverarbeitung -z. B. Umwandlung)- bereitstellt. Diese Anwendung nimmt sich nun Bild für Bild aus dieser Datei vor und verarbeitet sie weiter. Das geschieht unter Windows im IPC-Modus (inter-process communication - etwa : Bearbeitung im Hintergrund). Desgleichen geschieht mit den im Quell-Video enthaltenen Audio-Daten.
Die Hauptanwendung des VirtualDUB Frameservers liegt in der Vorbereitung von Videostreams (Video-Dateien) für MPEG-Encoder.
Daneben wird diese Vorbereitung auch zur Umrechnung der Auflösung in das (S)VCD-Format, zum "Deinterlacen" (Halbbilder in Vollbilder wandeln), zum Weichzeichnen(smoothing) oder Entrauschen (denoising) von Videos, zum Einstellen der Helligkeit oder des Kontrastes (histograph) oder zur Umwandlung des Sample-Formates der Audiodaten (resampling) genutzt.
Eine weitere Anwendung des Programmes liegt in der Behebung von Fehlern in Quellvideos vor der Weiterverarbeitung. Sehr häufig wird dies z.B. bei DivX-Dateien nötig, da deren Encoder noch immer in Alpha- oder Beta-Versionen in Umlauf sind. Einige Encoder, wie der TMPG-Encoder, bleiben beim Umwandeln solcher Dateien einfach ,,stecken" oder produzieren schwarze Bilder. Die Idee dabei ist, die DivX-Datei mit VirtualDub zu öffnen und die Videodaten per Frameserver für den TMPG-Encoder vorzubereiten. Der Encoder erhält somit wieder Einzelbilder zum Umwandeln. Natürlich geht das Frameserving in einem solchen Fall genausogut mit AVIsynth.
2. Benötigte Programme
Alle benötigten Anwendungen sind in VirtualDub bereits enthalten:
- Zum Einrichten startet man einfach AuxSetup und klickt auf den Installations-Assitenten (Install Handler).
- Nun öffnet man den Ordner Aviproxy und doppeltklickt die Datei proxyon.reg um den AVI-Proxi zu installieren.
Der AVI-Proxi-Modus ist eine versuchsweise eingerichtete Funktion
von Avery
Lee, die es ermöglicht, die virtuell angelegte Video-Datei
des Frameservers mit der Datei-Endung .avi (sonst
.vdr) zu speichern. Dadurch kann diese von fast
allen Anwendungen geöffnet und genutzt werden.
Einige Anwendungen benötigen allerdings die Endung .vdr
(Xing MPEG Encoder 2.20) und so muss vor dem Öffnen dieser
Programme der Proxy durch nochmaliges doppelklicken der Datei
proxyoff.reg ausgeschaltet werden.
Frameserving funktioniert problemlos unter Windows 95, 98 und Windows 2000 Professional.
3. Starten des Frameserving
Anstatt die unter VirtualDub geöffnete Videodatei zu
speichern (Save as AVI...) wählt man
im Menü File (Datei) "Start frame
server..." und bestätigt den eingestellten
Dateinamen durch klicken auf den "Start"-Button:
Jetzt wählt man einen Namen für die bereitzustellende
Datei; dieser wird vom zu bedienenden Programm zum öffnen
der Datei benötigt. Dabei kann man bei Problemen anstelle
der Endung ".vdr" auch ".avi"
wählen. (Siehe auch den Punkt "Hilfen
für die meisten Situationen").
Drückt man nun auf den "Save"-Button,
dann startet der Frameserver mit dem folgenden Popup-Fenster
(Das Hauptfenster von VirtualDUB schliesst sich) (Anmerkung:
In diesem Beispiel ist es die französische Version von
Windows 2000 Pro):
Nun beginnt der Frameserver seine Arbeit und man kann auf
die Videodaten zugreifen. Genauso einfach ist es, die .vdr-Videodatei
in einer Anwendung zu öffnen. (Weiter unten folgt ein
Beispiel mit dem TMPG-Encoder)
4.Beenden des Frameserving
Das beim Start des Frameserving angezeigte Pop-Up-Fenster muss für die gesamte Zeit der Weiterverarbeitung des Videos geöffnet bleiben.
Zum Beenden des Frameserving drückt man einfach auf
den im Fenster gezeigten "Stop"-Button.
Daraufhin öffnet sich dann wieder das Hauptfenster von
VirtualDUB.
(...)